Bewertungen in Communities
March 28th, 2007 von Susann
Die noname-Community fragt heute, ob es sinnvoll ist, ein Bewertungssystem für die Nutzer einzuführen. Gestern schon hatte Robert Basic auf das Blog von Markus Breuer hingewiesen, der da schreibt: “Erfolgreiche Communities funktionieren wie Spiele”.
Nutzer sollen bspw. durch Bestenlisten, Sammelmöglichkeiten oder Bewertungen und Punktesysteme dazu motiviert werden, etwas zur Community beizutragen. (Weiterer Pluspunkt solcher Systeme ist die User-Bindung.)
Wir haben uns darüber natürlich auch schon Gedanken gemacht - und: Bewertungs- und Punktesysteme in Communities sind ja nicht neu.
Das aktuellste Beispiel, das mir gerade einfällt ist YouTube, wobei es sich hier eher um eine Art Belohnungssystem handelt: User sollen für das Einstellen ihrer Videos bezahlt werden. (Ich weiß jetzt gar nicht, ob das noch in Planung ist oder schon so gehandhabt wird.)
Ein älteres Beispiel, das mir zu Punkte- /Sammelsystemen einfällt ist Spin.de: Hier sammeln die Nutzer so genannte Spin-Punkte durch regelmäßiges Einloggen. Die Punkte kann man dann gegen virtuelle Geschenke eintauschen, die man an andere User verteilen kann.
Standard ist wahrscheinlich die einfache Ermittlung und Anzeige der Aktivität eines Users - eine Art Barometer im Profil des Users oder auch eine konkrete Zahl, die angibt, wie viele Beiträge der User geschrieben hat. Auch schon fast standardmäßig gibt’s dazu die so genannten Bestenlisten: Die aktivsten User etc.
Kann man auch ausdehnen auf: User mit den meisten Freunden, mit den meisten Profilzugriffen etc.
Dazu fällt mir noch das xBox-Prinzip ein: Spieler schalten beim Erreichen bestimmter Spielabschnitte Erfolge frei und erhalten dafür Punkte. Es entsteht ein (sehr nett anzusehener) Wettbewerb. (Schon witzig, wenn jemand neben Dir sitzt und erklärt, er müsse nur noch dieses und jenes tun, um mehr Punkte als XY zu haben…)
Dann gibt’s natürlich noch Standards wie die meistgeklickten Beiträge, Videos, Bilder etc. Diese werden ebenfalls in Form von Bestenlisten dargestellt - funktioniert wie jede normale Topliste.
Eine weitere Möglichkeit ist dann die Bewertung der Nutzer durch Nutzer. Dadurch können die User dann (ungefähr wie bei ebay) zu Super-Usern, Mega-Usern - oder was auch immer - aufsteigen. Man kann hier auch auf Bestenlisten setzen - allerdings sollte man sich da schon eine vernünftige, ansprechende und passende Bewertungsgrundlage ausdenken (sowas wie: “Die attraktivsten…” oder “Die sympathischsten Nutzer” passt zu irgendwelchen Flirtportalen. “Die originellsten User-Profile” passt zu Portalen wie MySpace)
Wirklich sinnvoll ist meiner Meinung nach eine Art Geben und Nehmen: Ich sammle viele Punkte, weil ich irgendetwas tue und dafür bekomme ich auch was - bzw. diese Punkte kann ich gegen irgendeinen Dienst oder Vorteile innerhalb des Portals eintauschen - dieser in Anspruch genommene Dienst führt idealerweise wieder zu weiteren Content auf der Plattform usw. Und wenn das Ganze dann noch zum Inhalt/Angebot der “Community” passt und diese ergänzt, dürfte das eigentlich nicht allzu schwierig sein.
Alles in allem: Schon allein der 1-Prozent-Regel wegen, sind solche Bewertungs-, Belohnungs-/ Sammel- und Punktesysteme nicht so verkehrt.
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March 28th, 2007 at 20:12
Zur der 1% Regel hatte ich heute noch etwas interessantes bei CommuniSpace (oder auf meinem Blog :-)) gefunden. Vielleicht stimmt das Statement ja auch nicht so pauschal.