4 Weisheiten des Fußballs

March 31st, 2008 von Mario

Der Mariendorfer SV betrat gestern wieder die Fußballbühne des heimischen Volksparks, um sich mit dem SV Empor Berlin zu messen. Nebenbei bemerkt: das Spitzenspiel Zweiter gegen Erster in der Landesliga Berlin!

Dabei bewahrheiteten sich wieder einmal einige goldene Fußballweisheiten:
1. Zwei Spitzenmannschaften im direkten Duell neutralisieren sich oft!
2. Eine Halbzeit dauert 45 Minuten und nicht kürzer!
3. Es gibt Tage, da geht (fast) nichts!
4. Fußball ist auch mal Einzelsport!

Fußball-Neutralität
Knapp 150 Zuschauer verfolgten das vermeintliche Spitzenspiel. Das konnte die hoch gesteckten Erwartungen allerdings kaum erfüllen. In den ganzen 90 Minuten gab es nur eine Handvoll Chancen zu sehen.

Auf dem holprigen Rasen dominierten die Abwehrreihen, die kaum Torchancen zuließen. Erst in der 21. Minute gab es den ersten echten Torschuss auf das MSV-Tor.
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Taktisches Spiel dominiert: Die Abwehrreichen beider Mannschaften standen sicher.

Verblüffung
“Wir waren einfach zu passiv”, sagte MSV-Spieler Uria Wuttke nach dem Spiel zur ersten Halbzeit. Diese wollte sich schon in die Pause retten, als es dann doch klingelte.

Empor-Spieler Kling schoss einfach mal aus halblinker Position kurz vor dem Strafraum auf´s Tor. Der Ball flatterte über MSV-Keeper Liebsch, knallte gegen die Unterlatte und sprang hinter der Torlinie auf den Boden. Eins zu Null für Empor. Eine vom ganzen zwei (!) guten Torchancen für die Gäste.
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Jubel bei den Gästen nach dem glücklichen Tor zum 0:1.

Tage, an denen (fast) nichts geht
Wenn spielerisch nichts geht, muss Kampfgeist her. So kam der MSV mit mehr Dampf aus der Kabine und setze Empor zumindest optisch unter Druck. Heraus sprang erstmals nichts.

Es gibt eben Tage, an denen fast nichts funktioniert. Ersatz-Trainer Dennis Lemke (Daniel Volbert war im Urlaub) reagierte seinen Frust deshalb erstmal an den Auswechselspielern ab: “… beweg Dich jetzt endlich”, schrie er über das halbe Feld in die Aufwärmecke.
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Ball und Spieler fanden nicht wirklich zusammen.

Die Einzelaktion des Tages
Auch die Auswechselwelle zwischen der 60. und 75. wollte nicht helfen. Eine Einzelaktion musste helfen. Stürmer Rani Al-Kassem schnappte sich den Ball in der 78. Minute, drechte sich um den Gegner, drückte einfach mal und haute den Ball in den linken Winkel. 1:1 für den MSV – verdient, aber sicher auch etwas glücklich.

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Späte Freude beim MSV: Torschüte Al-Kassem wird in die Jubelzange genommen.

Der MSV war jetzt am Drücker und erarbeitete sich noch zwei weitere gute Chancen. Nach fünf Minuten war die Druckphase aber wieder vorbei. So pfiff der Schiri dann auch pünktlich in der ab. Endstand – 1:1.

Das Fazit
Dennis Lemke fasste das Spiel am Ende kurz und knapp zusammen: “Die Punkteteilung geht in Ordnung.” Selbst die zwischenzeitlichen zwei gelb-roten Karten (wiederholtes Foulspiel) für beide Mannschaften brachte keine wirkliche Aufregung auf und neben den Platz.

Das Unentschieden hilft beiden Seiten weiter: Empor bleibt unangefochten (56 Punkte) Tabellenführer der Landesliga Berlin und kann schon fast den Aufstieg feiern. Der MSV ist mit 48 Punkten weiterhin Zweiter und hat immer noch einen beruhigenden 9-Punkte Vorsprung auf den dritten TSV Rudow 88. Der Aufstieg ist in greifbare Nähe gerückt.

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Ein Kommentar

  1. Flüge sagt:

    Naja, bei dem Spiel muss man zugeben, dass ein 1:1 ziemlich gerecht war und es hilft ja auch beiden Seiten. Strengt Euch an Jungs!!!

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