re:publica08 - erste Eindrücke
April 2nd, 2008 von Susann
Heute hat sie also begonnen - die re:publica 2008. Ich hab jetzt nach langem Stehen endlich einen Sitzplatz egattern können (es ist wahnsinnig voll hier) und kann nun auch ein bisschen bloggen.
Kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse: Die Einführungsveranstaltung haben wir verpasst - aber die war wahrscheinlich auch nicht sooo wichtig ;-)
Die Keynote darauf - “Nützliches Vergessen” - konnte mich durch den Vorlesungscharakter jetzt nicht so sehr begeistern. Aber die Podiumsdiskussion “Die Zukunft der Social Networks” war - nun - recht amüsant irgendwie. Etwas provokant - auch wenn es manchmal so schien, als würde man da mit aller Gewalt auf die Tonne hauen wollen - und teilweise aberwitzig. Michael Brehm wirkte zwar hin und wieder nur wie ein bedauernswertes Opfer - aber irgendwie war das ja fast abzusehen. Übrigens Stichpunkt OpenID - Joel Berger von Myspace dazu: Die Techniker mögen das nicht so. StudiVZ-Michael Brehm dazu: Wir denken gründlich darüber nach.
Bei mir entstehen da ganz viele Fragezeichen (vllt. fehlt mir auch irgendwie das Bewusstsein/die Ahnung - what ever), denn: Wo ist das Problem?
Aus dem Publikum wurde später noch die Frage nach der Anzahl der ITler/Programmierer gestellt, was mich ja ehrlich gesagt gefreut hat - ich wollte schon immer wissen, wie viele Programmierer an solchen Projekten eigentlich mitarbeiten. Bei MySpace: 100 -200, StudiVZ: 60 (? hab ich das richtig in Erinnerung?), Noserub: 3, mixxt: 6. Hach, ich bin stolz auf unsere momentan 2 - 3 Programmierer (allesamt Praktikanten, von denen keiner Vollzeit arbeitet), die allein sowas wie Rankaholics weiter entwickeln.
Später die Qualitätsdebatte: Blog vs. Journalism. Sehr interessant fand ich hier den Aspekt, dass in Online-Medien eine Kommentarfunktion nur Sinn macht, wenn der Autor des Artikels diese moderiert - heißt: wenn ein Dialog entsteht. Dazu ist es nötig, dass eine Person als Autor des Artikels genannt wird - was bei Blogs bspw. zwar der Fall ist, aber gerade bei den meisten größeren Online-Medien eben nicht. Und dabei weiß man doch schon längst: Menschen! Menschen sind wichtig. Stellt die Personen in den Vordergrund - auch die, die hinter Artikeln stehen.
Und sonst so? Hab kurz mit Robert gesprochen, was mir wie immer ein Vergnügen war. Hab Alexander Hüsing kurz begrüßt und Thema des Tages: Sascha Lobo kommt mit re:publica-Überraschungsfrisur. Wie aufregend… *ähem* :D
Später mehr.
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April 3rd, 2008 at 08:00
Ach Susann, da hast Du ja wunde Punkte getroffen. Das mit den Programmierern leite ich gleich mal weiter :-)
April 4th, 2008 at 14:52
Sind auch klassische Online-Medien nicht verpflichtet, den Autoren zu nennen? Ich dachte, dass steht im Journalistengesetz oder -ehrenkodex oder so. Ich, wenn ich Autor wäre, fände das ne Schweinerei.
April 4th, 2008 at 18:37
Wie sich das genau verhält weiß ich gar nicht. Ich weiß nur, dass in den meisten Medien eh nur ein Kürzel unter dem Artikel steht - manchmal ist es das Kürzel des Autors direkt und manchmal ist es nur das Kürzel der Redaktion. Und bei manchen steht sicher auch gar nichts unter dem Artikel.