re:publica08 - das Fazit
April 7th, 2008 von Susann
Der Ernst des Lebens hat also wieder einmal begonnen. Die schönen Stunden auf der re:publica sind Vergangenheit, das Wochenende auch - und die Eindrücke konnten schon ein bisschen verarbeitet werden. Zeit für ein Fazit.
Gemäß dem Zitat des 2. Tages der re:publica gibt es natürlich wieder einige Nörgler: Es war nicht kontrovers genug, die Diskussionen und Keynotes haben auch nichts neues gebracht usw. Teilweise stimmt das, teilweise auch nicht - wobei hier jedem seine eigene Meinung erlaubt sein soll ;-)
Es gab NATÜRLICH langweilige Panels, aber andere waren eben auch wirklich spannend. Oder zumindest angenehm. Zum Beispiel die Qualitätsdebatte - auch wenn die meisten genug von der Diskussion “Blog vs. Journalismus” haben und sagen: Hach, das hatten wir doch alles schon - es war dennoch interessant.
Btw: Mercedes Bunz von der Tageszeitung hat ganz wunderbar den Unterschied zwischen Print- und Online-Redaktion erläutert: Der Vorteil von Online-Redaktionen - und das kann ich bestätigen - die Gepflogenheiten unter den Redakteuren sind weit weniger hierarchisiert, es gibt weniger feste Strukturen und man hat viel eher die Möglichkeit etwas eigenes beizutragen. Knüwer brachte noch die “Frage nach dem Gehalt” ein (für Online-Redakteure sieht es da eher finster aus) - aber na ja, das ist ein Thema für sich ;-) Und der Vorteil beim Bloggen? Der wichtigste für mich: “Journalisten schreiben, wenn sie müssen. Blogger schreiben, wenn sie wollen.”
Das trifft genauso auf das Panel “Geld verdienen mit Blogs” zu: Ja, hatten wir letztes Jahr schon - aber es gibt eben Themen, die kann man wieder und wieder diskutieren. Und die will man auch wieder und wieder sehen/hören. Mag sein, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt an dem es abstrus und lächerlich wird - aber auch das hat ja irgendwie etwas von einem Kult.
Und wenn es so wie in diesem Jahr auch zwischendurch wirklich neue Geschichten (Bsp.: Alive in Baghdad) zu erfahren gibt, dann bin ich immer wieder dabei.
Ohne jetzt weiter auf einzelne Diskussionen oder Keynotes einzugehen: Es war schön. Es waren vor allem auch die Gespräche mit verschiedenen Leuten hilfreich. Gerade für uns - oder unser Rankaholics - ist es enorm wichtig immer wieder mit Leuten zu reden, denn wir brauchen hin und wieder auch den Blick von außen.
Man sollte vielleicht auch nicht zu viel erwarten: Es ist eben eine Konferenz. Nicht jeder kann mit allem zufrieden sein - dem einem passt die Klassenfahrt-Atmosphäre nicht, der andere vermisst Streit und Gewalt (na ja, oder so ähnlich) und der nächste findet die SMS-Wand ätzend (die ich trotz hohem Ablenkungspotential immer noch Klasse finde). Und wahrscheinlich gibts auch Leute, die alles blöd finden. Mir hat es auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht. Ich - als wirklich extrem faule Twitter-Nutzerin - habe endlich mal wieder getwittert, war endlich mal im Sankt Oberholz und war mal wieder ganz erstaunt darüber, wie viele Leute Rankaholics kennen ;-)
Wer nun noch wissen will, wie Thomas Knüwer Twitter erklärt, wie der Name Robert Basic ausgesprochen wird und was Web2.0er am liebsten trinken, dem sei folgendes Video ans Herz gelegt. Viel Spaß










